Zum Hauptinhalt springen


Aktuelles

Aktuelles

Orange Day 2025

Jörg Warth

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Die Grüne Jugend, Amnesty und die Jusos aus Waiblingen haben zum Tag gegen Gewalt an Frauen zu einer Kundgebung auf dem Alten Postplatz in Waiblingen aufgerufen. 

Der Tag an sich wurde in den Medien reichlich besprochen. Zumindest in den öffentlichen Fernseh- und Rundfunksendern mit Sondersendungen und seit Tagen gab es Beiträge in fast jeder Nachrichtensendung. 

Zahlen und Veröffentlichungen zur Gewalt gegen Frauen in Deutschland gibt es reichlich;

  • von der Seite des Bundesministerium des Inneren  (s. Link BMI zu Gewalt gegen Frauen),
  • der Tagsschau (s. Link Tagesschau Femizide in Deutschland)
  • bis hin zur Waiblinger Kreiszeitung (s. Link WKZ zum Orange Day 2025). 

Die Fakten zur Gewalt gegen Frauen sind schockierend. 
Wenn jede dritte Frau in Deutschland Opfer sexueller oder physischer Gewalt ist, 
wenn alleine in diesem Jahr in Deutschland 85 Femizide, meist durch Partner im häuslichen Umfeld begangen wurden, 
hätte dieser Aufruf in der 57.000-Einwohnerstadt Waiblingen richtig viele Menschen auf die Straße treiben müssen. 
Ich konnte leider gerade mal sechzig TeilnehmerInnen zählen, das ist traurig! 

Nichts desto trotz war es für die rund 60 TeilnehmerInnen eine sehr gute Veranstaltung, die informiert, betroffen gemacht und wach gerüttelt hat. 

Wir hörten Beitrag einen von zwei Landtagsabgeordneten zur Arbeit der SPD und der Grünen im Landtag, zur Verteilung von Mitteln und Projekten mit langen Laufzeiten. 
Sie sprachen Klartext, es gibt viel zu tun und unsere Landesregierung steht, wie meistens, bei solchen Themen, ein wenig auf der Bremse. 
Die Abgeordneten verwiesen darauf, das der Schutz der Betroffenen und die Aufarbeitung der Gewalttaten keine Frage des Landeshaushalts sein darf und auch nicht vom Wohlwollen einzelner Landesregierungen abhängen darf. Betroffene brauchen mehr Schutz, Täter müssen konsequenter bestraft und zuständige Beamte umfassend geschult und mit mehr Kompetenzen ausgestattet werden. 
Eine Verstärkung des Landtags durch neue Linke PolitikerInnen ab März 2026 ist dringend erforderlich. Wir arbeiten dran!

Zwei Frauen vom Frauenzentrum Waiblingen haben im Anschluss aus der Praxis gesprochen. 
Das Frauenzentrum Waiblingen setzt sich seit 25 Jahren gegen Gewalt an Frauen ein. Es ist gut und notwendig, dass inzwischen jüngere Frauen aus allen wirklich sozial eingestellten Organisationen diese Arbeit mit tragen und treiben. 

Amnesty kam mit einem Aufruf zur Hilfe für inhaftierte FrauenrechtlerInnen in Ecuador zu Wort. 

Allegra von den Linken im Rems-Murr-Kreis berichtete von eigener Gewalterfahrung. 
Sie sprach von einerseits Hilfe und andererseits Ignoranz der ermittelnden Behörden in ihrem Fall und davon, wieviel Kraft es die Betroffenen kostet, der Gewalt zu wiederstehen und wie aussichtslos das oft für sie ist. 

Die VeranstalerInnen von Grüner Jugend und Jusos hielten ein packendes Schlusswort. 
Wir alle sind aufgefordert, laut gegen Gewalt jedweder Art vorzugehen, nicht wegzuschauen, uns einzumischen, egal ob bei der Arbeit, in der Familie, mit Freunden oder im Netz. 

85 Femizide 2025 in Deutchland bis heute, Tendenz steigend sollten uns nicht passiv sein lassen. 

Waiblingen, beweg Dich!


Links:

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2024/11/lagebild-gewalt-gg-frauen.html

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/femizide-deutschland-100.html 

https://www.zvw.de/lokales/winnenden/orange-days-winnenden-m%C3%A4dchen-sollen-sich-wehren-jungs-ihre-verb%C3%BCndeten-werden_arid-1025688

Zurück zum Kopf der Seite